Montag, 23. April 2012

Kuss der Muse

Die Kreativ-Chaoten auf Dawanda habe eine neues Thema: "Der Kuss der Muse". 
Was für ein Spaß!
Nach einigen Küssen - die ja unsichtbar bleiben - und einer eingeschobenen Nachtschicht ist dieses entstanden:


 
Ich bin ganz verliebt in das gute Stück!

Natürlich ist auch noch etwas ernsthaftes entstanden - nur vom Küssen allein kann man nicht leben - leider!


Erstaunlich, was so aus den an anfänglichen Skizze entstanden ist.



Ansonsten bin ich schon wieder in den Tiefen meiner Buchhaltung verschwunden... Ahh!

Donnerstag, 19. April 2012

Bettelarmband, Steinreich und Charms

Bei der wundervollen Seite von Luzia Pimpinella gibt jeden Donnerstag ein Thema zum Fotografieren.
"Beauty is where you find it"

Diese Woche "Souvenir"


Ich gehöre zu der Gattung Mensch, die die Hosentaschen voller Steine, Muscheln, Stöckchen, geschliffenen Glasscherben haben. Aber auch urige Kronkorken, leicht angerostet, oder ein verlorenes und dann niedergetrampeltes Ringlein befindet sich in meinen Sammlungen. Wunderbare Dinge, die mich an Orte und Momente erinnern. Und die ein Format - Hosentasche (!) - haben, der das Anhäufen zu legitimierten scheint.
Völlig ungerührt gehe ich dann mit meinen Schätzen an Souvenir-Ständen mit - in noch ferneren Ländern gefertigten "Tinnef" vorbei.

Das muß ich von meiner Mutter haben, die immer in den Sommerferien behauptet, wir würden nicht abreisen, wenn sie nicht vorher einen versteinerten Seeigel gefunden hätte. Leider hat sie jedes Jahr einen gefunden... Den schönsten habe ich noch immer.

Anders sind Werke von einheimischen Kunsthandwerkern. Hier verschlinge ich die neuen Formen und Ideen mit den Augen.
Aber hier liegt mir die Nützlichkeit für meinen Haushalt meist im Wege. So schöne Dinge gibt es auf meinen Reisen, aber stehen sie dann nicht zu Hause nur herum???

Mein Muttchen hat auch dieses Armband mit emaillierten Anhängern  für mich zusammengetragen. Gibt es diese kleinen Wappen eigentlich noch???
Noch älter und gekauft ist dieses Bettelarmband aus Silberanhängern.

Da wird doch jeder Charms-Sammler neidisch, oder?

In meiner beruflichen Passion stehe ich ja etwas verwirrt vor diesem Phänomen der Charms und des Sammelschmucks.
Vor ein paar Jahren tauchten plötzlich auf der Inhorgenta riesige Stände mit diesen Armbändern auf.
Eine pfiffige Idee: Kleine mehr oder weniger günstige Einzelteile zu verkaufen, die aber erst schick aussehen, wenn es viele zusammen sind. Das spricht den Jäger und Sammler im Menschen an. Und Jeder in der Umgebung kann endlich was schenken ohne eine völligen Fehlgriff zu machen.
Nichts Neues, wie man an meinen beiden Stücken sieht. Aber warum dieser durchschlagende Erfolg?
Dieser Schmuck trifft zusätzlich einen Kern in uns, der sich in den schwierigen und unsicheren Zeiten begründet. Um uns vor diesen bedrohlichen Zuständen zu schützen, brauchen wir unsere ganz persönlichen Talismane.
Und wenn uns diese auch noch an glückliche Augenblicke oder liebe Menschen erinnern, ist es um so besser.
Jeder hat seine eigene Methode sich seine Erinnerung zu bewahren.
Ich bin gespannt was bei Nic heute so Alles gezeigt wird!

Montag, 16. April 2012

Vom Dorf in die Werkstatt

Seit einem halben Jahr gibt es viele Dinge, die ich zum ersten Mal mache.
Mit über Vierzig ist das eine spannende Sache! Da denkt Frau, sie hat wenigstens ein bisschen Lebensweisheit gemacht. Und dann steht sie wie ein verschüchterter Teenager da und weiß vor lauter neuer Erfahrung gar nicht wohin mit dem fetten Grinsen im Gesicht.

Dieses Wochenende war es ein klassisches Wochenende auf dem Dorf - für mich eher zwei Tage im Arbeitslager...


Ich bin zum ersten Mal auf einem Trecker-Anhänger gefahren und habe zum ersten Mal Brennholz im Familienwald gemacht. Ersteres ist Abenteuer pur! Nicht wirklich bequem, aber es kommt ein gewisses Rodeo-Gefühl auf.
Und was für ein befriedigendes Gefühl, am Ende vor drei Raummetern fein geschichteten Brennholz zu stehen! Das gibt ein Lagerfeuer im September!

Und ich habe zum ersten Mal ein Dach abgedeckt. Und dabei wenigstens bis auf die Höhe des Gerüstes jegliches Unbehagen über die Höhe abgelegt.


Auch wenn wir das Alles zusammen und mit sehr viel Spaß fertig gebracht haben, sitze ich also heute mit Muskelkater in der Werkstatt...Aber stolz wie Oskar!

Eheringe 750/oo Palladium.Weißgold mit 0,04 ct Brillant Top Wesselton, Lupenrein

Die Eheringe sind optisch Spannringe, aber da nur Platin wirklich hart genug ist, um über Jahrzehnte den Stein zu halten, ist hier unter dem Stein ein kleiner, beim Tragen unsichtbarer Steg angebracht.

Mokumé Gane Trauringe, Saphir und Gold für einen Armreif

Die Mokumé Gane Trauringe sind fertig und warten auf eine Anprobe und einen hübschen Stein. Es muß noch entschieden werden, ob es ein weißer oder ein schwarzer Brillant wird.
Und im Vordergrund das Material für die Skizzen von der letzten Woche.

Und weiter geht es mit der Arbeit! Ich wünsche eine wunderbare Woche allerseits!

Freitag, 13. April 2012

Bernstein-Fisch

Hatte ich nicht erwähnt, daß es so viel Fisch in meiner Arbeit gibt! Für Andiva und Fisch am Freitag heute also erneut ein "alter" Fisch.

925er Silber, Bernstein

Das er immer noch frisch und fröhlich ist, liegt an dem Glück, Frohsinn und Gesundheit spendenden Bernstein. Entzündungshemmend, auch bei chronischen Gelenkerkrankungen und gegen Allergien soll der Sonnenstein helfen. Nur von der positiven Wirkung beim Zahnen hat das Fischlein nicht viel, hat ein Fisch doch kein Gebiss...

Mittwoch, 11. April 2012

Mitten Mank Mittwoch

In meiner Kindheit gab es oft, wenn ich mich zwischen die Großen quetschte, diesen Spruch:
"Mittenmag ist Einer mang, der nicht mang uns mang gehört."


Meine Familie liebte Wortspiele und Sprüche aller Art. Woher dieser Spruch kommt, würde ich gerne wissen. Nur das Mittenmang aus dem Platt kommt, ist sicher.

Diese Woche ist so kurz. Besonders, wenn man schon ab Freitag seine Hilfe bei Dachausbau angeboten hat.
Da sind mir die Tage und Absichten ganz durcheinander geraten. Also warum nicht Alles mittenmang?

Jede Familie hat so seine Besonderheiten, jede ist bunt und vielschichtig. Da erschien mir die Collage ein geeignetes Stilmittel.

Morgen gibt es bei Luzia Pimpinellas "Beauty is where you find it" mehr Familienbilder. Ich bin gespannt, wie die Blogger das Thema umsetzten. Vor allem, wie offen werden die meisten Bilder das private Rückzuggebiet zeigen?

Am Dienstag hatte Nic einen lustigen Rückblick auf ihre Osterdeko
Hier bei mir seht ihr, was passieren kann, wenn man mit einem Biker Ostern feiert.


Dabei liebe ich es, schöne Ostereier zu färben... Naja, nächstes Jahr wieder!

An anderer Stelle bei Cat und Kascha wird jeden Mittwoch der Me Made Mittwoch gezeigt. Und weil das Mittelalter auch mit M anfängt gibt es ein etwas ungewöhnliches Outfit für Catherine:


Ja, mein Hobby -das Mittelalter- bringt mich an die Nadel! Nur wo ich schon wieder meine authentischen wende-genähten Schuhe hin hatte, frag ich mich schon?

Fast fertig sind diese Ringe. Deren Anfänge sind hier zu sehen.


Mokumé Gane Trauringe in 750er Palladium-Weißgold und 925er Silber

Ansonsten steht die Woche ganz im Zeichen dieser Skizzen:


Aber davon nächste Woche mehr - die hat dann ja wieder normal viele Tage!

Sonntag, 8. April 2012

Ostern in Norddeutschland

Seit langem mein erstes Osterfest in Norddeutschland. Was für Irrfahrten Jeder von uns so machen muß, bevor er ankommt, wo er hingehört. 
Und geht es dann nicht doch noch weiter?
Die Burgfruowe schenkt Euch zur Feier ein Osterei, eine Druckgrafik aus dem Studium:
 
  
Ostern am Meer 

Es war daheim auf unserm Meeresdeich.
Ich ließ den Blick am Horizonte gleiten.
Zu mir herüber scholl verheißungsreich
mit vollem Klang das Osterglockenläuten.
Wie brennend Silber funkelte das Meer.
Die Inseln schwammen auf dem hohen Spiegel,
die Möwen schossen blendend hin und her,
eintauchend in die Flut die weißen Flügel.
In tiefer Erde bis zum Deichesrand
war sammetgrün die Wiese aufgegangen.
Der Frühling zog prophetisch über Land.
Die Lerchen jauchzten, und die Knospen sprangen.
Entfesselt ist die urgewaltge Kraft.
Die Erde quillt, die jungen Säfte tropfen.
Und alles treibt, und alles webt und schafft.
Des Lebens vollste Pulse hör ich klopfen.

Theodor Storm, 1817-1888

Donnerstag, 5. April 2012

Feingold auf Silber - Keum Boo Tutorial


Heute geht es um Goldgelbes. 
Nicht nur hier, sondern auch bei Luzia Pimpinellas "Beauty is where you find it" 
Ist das nicht eine prächtige Farbe?


Keum Boo ist eine traditionell in Korea angewendete historische Technik zum Verzieren von Metallen mit Feingoldfolien. Diese Methode ist jedoch auch aus anderen Kulturen bekannt, allerdings nicht in dieser Perfektion. Keum Boo oder auch Kum Boo heißt übersetzt schlicht und einfach „aufgebrachtes Gold“.

Auf dem Blog der Goldschmiede bei Dawanda habe ich schon einen Artikel darüber geschrieben.

Hier nun eine Anleitung für das Keum Boo. Sie eignet sich für Alle mit fortschrittlichen Kenntnissen im Goldschmieden.

Das zum Emaillieren oder Vergolden übliche Blattgold ist zu dünn für diese Technik. Es ergibt keine schöne Farbe und ist schwer aufzutragen.
Man kann sich die Feingoldfolie selbst herstellen oder bei Anbietern von Silver Clay kaufen.
Zur Herstellung von Goldfolien sollte man zunächst mit üblichen Mitteln ein Feingoldblech in der Walze herstellen. Diese wird dann eine Stärke von ca 0,1mm haben.
Für das Keum Boo benötigen wir jedoch eine Stärke von ca. 0,02 bis 0,01mm.

Die Folie wird nun beim Walzen immer zwischen zwei Pergamentpapiere gelegt. Eventuell muß man ein anderes Blech, z.B. ein Kupferblech, mit walzen, damit die nötige Stärke erreicht wird.
Zum Ausglühen der Folie reicht ein Feuerzeug oder eine ganz weiche Lötflamme!

Das Trägerblech wird, wenn es sich um Sterlingsilber handelt in genügend Schritten weißgeglüht. Als Grundregel sage ich immer 7 mal: Erhitzten bis das Silber schwarz anläuft, dann abbeizen. Jeweils nach dem Beizen leicht mit Scotchfließ oder der Messingbürste abbürsten.
Damit ist auf der Oberfläche eine Feinsilberschicht entstanden. Die Oberfläche muß fettfrei und sauber gebeizt sein.
Es kann natürlich auch mit richtigem Feinsilberblechen gearbeitet werden.

Die dickere Feingoldfolie kann vorsichtig in der Hand gehalten werden und mit einer Schere zugeschnitten werden. Dünnere werden mit dem Cutter zwischen zwei Lagen Pergamentpapier in die gewünschte Form gebracht.
Schön ist auch die Möglichkeit, daß Gold mit Papierstanzern in Form zu bringen.
Anschließend tauche ich die Folie in Spiritus und lege sie mit einer Pinzette noch feucht auf die vorbereitete Metallfläche. Oft wird auch das Fixieren mit Spucke empfohlen.


Die Folie muß möglichst glatt und eng auf der Oberfläche aufliegen. Nun wird das Stück mit der Flamme vorsichtig erhitzt. Das Stück sollte nur um die 350 bis 500 ° C heiß sein. Also darf das Silber nur leicht glühen und keinesfalls schön orange werden. Auch wird keines der Metalle flüssig oder an geschmolzen.
Es handelt sich um sogenanntes Diffusionsschweißen.
Mit einem glatten Stahl wird nun die Folie auf den Untergrund gerieben. Keinesfalls dafür seinen geliebten Polierstahl  benutzten, da dieser dann zum Polieren untauglich wird. Man kann sich aber leicht ein passenden "Stift" aus einem alten Stück Stahl oder einer Prantel selbst herstellen.
Man beginnt am besten in der Mitte die Folie fest zu drücken bis sie nicht mehr verrutscht. Danach arbeitet man sich weiter vor.
Es gibt einen Punkt, wo plötzlich das Gold sich ganz eng an den Untergrund schmiegt und der Stahl das Gold poliert. Das ist genau die richtige Temperatur.

Der Stahl muß eventuell zwischendurch in Wasser abgekühlt werden. Wird er zu hieß, bleibt das Gold daran kleben.

Die Folie muß an allen Stellen an gerieben werden. Sollten Luftblasen entstehen wird die Stelle mit eine dünnen Nadel angestochen . Der Vorgang kann nach einem Abbeizen wiederholt werden, wenn ein Stück fehlt oder eine Stelle nicht fest ist.

Wenn das Stück zu sehr erhitzt wird, kann es passieren, daß die Folie schmilzt oder schon aufgebrachte Folie sich mit dem Silber legiert. Dabei verliert die Folie an Farbe und Struktur. 
Dies muß man auch beachten, wenn man an dem Stück noch lötet.

Das fertige Stück wird nach dem Aufbringen abgebeizt und zart mit einer Bürste gereinigt. Mit dem Polieren sollte man vorsichtig sein und mit dem Polierstahl arbeiten. Mit dem Poliermotor könnte man eventuell die Schicht wieder abtragen. 

Ist die Folie sehr dünn, kann das Keum Boo auf ein fertiges Schmuckstück aufgetragen werden. Bei dickeren Folien hält die Schichtung auch ein paar Lötungen aus. 
Schön sind auch Arbeiten, die durch nachträgliches Walzen eine Struktur auf dem Gold bekommen. Ein starker Kontrast entsteht durch Schwärzen des Silbers.


Für weitere Bespiele hier entlang.

Habt ihr eine Frage, war etwas unverständlich oder falsch erklärt? Dann schreibt mir!

Montag, 2. April 2012

Bernsteinherz

925er Silber mit Bernstein

Wer erinnert sich an die Skizzen von vor zwei Wochen? Das Herzchen ist nun fertig! Eine schöne moderne Variante vom Berstein!
Und so romantisch:


Mein Schmuck und ich waren am Wochenende auf einem Ostermarkt hier um die Ecke. Ein Markt mit Livemusik, Kunst und Handwerk und viel Spaß! Ein schönes Erlebnis!


Zarte Skizzen von ganz neuen Projekten tummeln sich in diversen Skizzenbüchern  - Noch kann bestimmt Keiner sehen, was ich darin sehe. Aber das ist es ja, was das Arbeiten als Designer ausmacht. Dinge sehen, die erst noch entstehen sollen.




Mehr Skizzen gibt es beim Blue Monday - An Illustrated Life von KrokodiLina.

Einen guten Wochenstart wünsche ich Euch!
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