Dienstag, 29. Januar 2013

Mokumé Gane - wie geht das?

Eine kleine Animation zur Entstehung von Mokumé Gane.

Hier handelt es sich um 750 Gelbgold, 950 Palladium und 925 Silber.
Am Ende sind diese Metalle zu 24 Schichten zusammengefügt.
Durch Fräsen wird das Muster Holzmaserung freigelegt.


Jetzt  warten die beiden Stränge darauf, zu Eheringen verarbeitet zu werden.

Das könnte dann so aussehen, aber die Ringe werden ja immer leicht anders. So wie Holzmaserungen eben auch jedesmal leicht anders sind

Eheringe Mokumé Gane Gold, Silber und Palladium




Mehr Bewegendes aus der Welt der Creativtät könnt hier beim Creadienstag bewundern! *klick*



Sonntag, 27. Januar 2013

Nachtlichter 1/13

Vollmond - dunkle Nacht

 


Vollmond Bad Doberan

Und doch leuchtet das Licht nur in der Nacht so schön. Grund genug Licht der Nacht einzufangen. Das Spiel zwischen bunten Glanz und mattem Schwarz. Farben, die erst durch die Unzulänglichkeit der Fotografie entstehen.
Zauber der Nachtfotografie

Dies war der Blutmond im Juni 2011. Eine spektakuläre Mondfinsternis sollte es werden. Allerdings war ich zum Vollmondsingen in Rostock und habe dafür erst nach der Finsternis, dafür mit aufreißenden Wolken Bilder in Bad Doberan gemacht.

Wer wie ich diesem Spiel mit Schatten und Licht verfallen ist, kann sich bitte in den Kommentaren verlinken. Jeden Vollmond sammle ich Bilder, die zwischen dem Sonnenuntergang und dem Sonnenaufgang entstanden sind.



Montag, 21. Januar 2013

12tle Blick Januar: Neues Jahr - neue Aufgaben



Tabea hat auf ihrem Blog zu einer gemeinsamen Jahres-Schau auf je einen fotografischen Blickwinkel aufgerufen. 

Feine Sache!

Nun bin ich hier neu in der Stadt. 
Wagemutige hätten wohl einen tollen Bremer Stadtblick gewählt. 
 Puh, bis jetzt kenne ich doch fast nur die Klassiker? 
 Oder sich mitten im Winter auf Verdacht einen Lieblingsplatz im Bürgerpark erkoren. 
 Vermutlich gibt es dort einfach so viel zu entdecken, daß ich untreu werden würde. Und ein ganzes Jahr durchhalten muß ich auch noch. 

Also habe ich eine einfache Lösung gewählt. 
Der Blick von Haus in die Gärten. Nun darf sich noch die Aussicht vom Balkon mit dem Blick aus der Werkstatt um den Vorrang messen lassen. 


Wobei der Werkstattblick natürlich viel persönlicher werden wird, soll das doch trotz der gepflasterter Hinterhofgröße MEIN Garten werden… 


Und schon hat mein Mann das Bild verändert. Perfekt!
 

Wenn ihr bei den Ergebnissen des Januar auf den anderen Blogs stöbert, lest die Kommentare. Wunderbar, wie Jeder mal hier, mal dort eine Ecke erkennt, ein klitzekleinwenig neidisch ist und sich in allen Zeilen Fernweh spüren lässt.  Wunder über Wunder! 

Übrigens - habt ihr Lust auf ein weiteres Fotoprojekt? Ich hätte Spaß daran ein wenig in die Nacht-Fotografie einzuladen. Wer Interesse hat, schreibt bitte. Dann traue ich mich, das in Angriff zu nehmen!

Dienstag, 15. Januar 2013

Armreif - creadienstag

Hier endlich Bilder von meinem aufregendsten Weihnachtsauftrag.

 Ein Armreif  925 Silber, keltische Muster

So ein Armreif macht man nicht alle Tage, das ist an sich schon aufregend: 
Doppelwandig, viel Silber. Dann die Prägungen: ein Schicht erhoben, eine Schicht vertieft. 

Aber Alles lief wie am Schnürchen. Es ist 22.00 Uhr - eine typische Zeit für mich, eigentlich ist der Reif fertig - morgen ab 10.00 kommt der Kurierdienst, es ist schließlich Donnerstag vor Weihnachten, da sind die quer-durch-Deutschland-Päckchen fast schon überfällig. 
Da ist nur noch eine kleine Stelle, fast unsichtbar, aber die Perfektionistin (– äh, das bin ich…)  will sie zulöten. Und diese Perfektionistin braucht Abstandshalter, greift zu ein paar (bisher unbenutzten) Aluminiumplättchen und legt los. 
Nun ist die Arbeit an einem Armreif viel Hitze-intensiver als an kleinerem Schmuck. 

Und - oh Schreck - plötzlich ist ein Stück des Alus geschmolzen und verbindet sich mit dem Silber. AHH! 

Ein Loch ist entstanden: „Fressen“ nennen wir Goldschmiede das, brr. 

Schnell reparieren! Ein Goldschmied gibt nicht auf und das Material ist geduldig! 
Um 2400 Uhr gebe ich zu, daß dieses Rumgepfusche keinen Sinn hat...

Inzwischen habe ich eine Intensivbetreuung von meinem geliebten Schatz, der sich zur Beruhigung der Nerven auch in der Werkstatt aufhält. *Seufz* 

Also noch mal von vorne, es muß schließlich gut werden. Der Armreif ist für einen mir sehr lieben Kunden, aber auch Weihnachten ist ein triftiges Argument: 
Neue Bleche gewalzt, geschnitten, neu verfeilt, neu die keltischen Stahlteilchen aufgeklebt, vorsichtig durch die Walze, gerade biegen, ausglühen, noch mal ganz vorsichtig durch die Walze, zusägen, verfeilen, biegen, zulöten, Innenblech ebenfalls walzen, zusägen, biegen, löten. 
Jetzt ist es 3.00 Uhr Nachts. 
Hm, bis jetzt waren alle Tätigkeiten relativ leise, die nächsten Schrittte würden die Nachbarn wecken. 

Also ab ins Bett und bis 8.00 geschlafen – so gut es geht, mit nervösen Schlafstörungen. 

keltischer Armreif Sterlingsilber

Mit ein paar Broten geht es morgens wieder in die Werkstatt und jetzt wird geschmiedet, gehämmert, geflucht und so schnell es geht weiter gemacht. 

Um 11.00 steht der Kurierdienst vor der Tür. Ich bin fast fertig, aber eben nur fast! (Komisch in jeder Stadt, in der ich wohnte, sind die immer gegen 11.00 gekommen. Arbeiten die nur ne Stunde am Tag?)
Er soll zwei Dinge abholen. Er nimmt das erste Päckchen mit und verspricht, nachmittags noch mal wieder zu kommen. Wunderbar! 

Noch ein paar Versäuberungen, Streicheln und die üblichen so verteufelt langwierigen Kleinigkeiten am Ende eine Stückes, bis es so schön wie möglich aussieht. 
Mittags ist der Armreif fertig, fotografiert (mit fürchterlichen Farbstich) und auch verpackt. 

Ich warte auf den Kurierdienst. 

Und warte. 

Irgendwann fange ich an, im Internet nachzusehen, ob es mit der Post auch noch pünktlich ankommt. 

Wollte der junge Mann nicht um 15.00 da sein? 

Nun er kam viel später, aber er ist gekommen!
Der Armreif war ein grandioses Geschenk (habe ich gehört) und ich bin stolz wie Bolle. 

Und ich hatte tatsächlich dank dieses Wochenendes vor Weihnachten und den Versandzeiten mal ausnahmsweise schon am Freitag frei!

   
keltische Sonne, Armreif  Silber








Mehr aufregendes Handwerk gibt es hier:


Sonntag, 6. Januar 2013

Rauchnächte und die Tage zwischen den Jahren

EIN FROHES NEUES JAHR!

Es war zu vermuten gewesen - nach Umzug, Werkstattaufbau und noch schnell das Weihnachtsgeschäftschaos bin ich bei der ersten bietenden Gelegenheit ermattet auf die Couch gesunken. Dennoch sind einige Dinge passiert, wie meine Fotos zeigen:


Fensterdeko und Weihnachtskarten gebastelt. Die Karten natürlich in letzter Minute, aber es ist Alles pünktlich angekommen. 
Kein Wunder, die Post hat sich auf den Kopf gestellt und sogar am Sonntag vor Weihnachten Pakete ausgeliefert. Unser Flur war kurz ein kleines Zwischenlager für die Straße. Und uns kennen nun vermutlich auch so ziemlich alle Nachbarn!

Schlachtezauber Bremen

Am letzten Tag noch einen Weihnachtsmarkt besucht - den mittelalterlichen Teil an der Schlachte. Leckeren Eierpunsch getrunken und die Massen beobachtet! Hohoho - und ne Flasche voll Rum!


Lecker gekocht und gebacken - und gleich am Anfang schön mit den neu geschärften Messern in die Finger geschnitten. Wir haben sie extra unterteilt in zum Schärfen zugelassene Männer-Messer und meine alten handzahmen Vertrauten. Aber da die scharfen Messer aus irgendeinem Grund nicht in die Spülmaschine dürfen liegen sie andauernd griffbereit rum... 
Aber vermutlich ist es die einzige Möglichkeit einen Selbstständigen auch wirklich zuverlässig vom Arbeiten abzuhalten...


Am 26.Dezember - zweiter Weihnachtsfeiertag! - sind wir bei schönsten Sonnenschein mit dem Motorrad an die Nordsee gefahren. 
Eine Motorradtour zu Weihnachten! Ha, aber es gab noch mehr so verrückte Typen auf der Straße - es war ja auch nicht wirklich kalt.


Das schöne Wetter zudem ausgenutzt, um den Bürgerpark Bremen zu erkunden. Der ist wirklich herrlich und hat die wunderbarsten Ecken. Da wird es noch mehr Bilder geben.


Trotzdem haben wir den Kachelofen mit wachsender Begeisterung genutzt! 
Der Mann hat es einmal mit seinem Feuerteufel-Gen sogar geschafft den Ofen zum Glühen zu bringen und meine hübsche zur Deko dort stehenden Kachel platzten zu lassen. Jetzt hat er Auflagen bekommen... 


Und ich lenke seine Hitze in nützliche Bahnen. Es gab Bratäpfel, nur auf dem Ofen gebacken. Hm, lecker!

So, aber jetzt nochmal zurück zur Couch. Nächste Woche wird dann wieder ununterbrochen fleißig gearbeitet, oder?
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...